ZW():Den Zukunftswert mit Excel berechnen

Zununftswert

Investitionsrechnung mit der Excel-Funktion ZW

ZW ist eine nützliche Excel-Funktion, mit der sich der zukünftige Endwert einer Investition oder eines Kredits berechnen lässt. Für die ZW-Funktion können allerdings nur konstante Rechenwerte zugrunde gelegt werden.

Zum Syntax der Funktion gehören 5 Argumente:

ZW(Zins;Zzr;Rmz;[Bw];[F])

  • Zins: Gibt einen konstanten Wert für den Zinssatz einer Zinsperiode an
  • Zzr: Gibt die Anzahl der Perioden an, über die die jeweilige Annuität gezahlt wird
  • Rmz: Regelmäßige Zahlung – die pro Periode zu entrichtende Annuität, ebenfalls konstant
  • Bw: Barwert – Grundkapital oder Anzahlung
  • F: Fälligkeitstermin für die Zahlungen

Der Excel-Dialog „Funktion einfügen“ bietet für eine schnelle Berechnung mit ZW eine angenehme Bedienoberfläche.

Wer das Beispiel selber in einer Arbeitsmappe anschauen möchte kann das mit dieser Datei tun: ZW

Rufen Sie dazu einfach den Dialog auf und suchen Sie nach „ZW“:

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In der Eingabemaske der ZW-Funktion werden auch noch Kurzbeschreibungen zu den Argumenten der Funktion angezeigt:

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Für eine schnelle Berechnung lässt sich die ZW-Funktion prinzipiell ohne Anlegen einer Tabelle nutzen. Der Übersichtlichkeit und Weiterverarbeitung schadet es aber keineswegs.

Machen Sie sich die Gesamtlaufzeit, die Verzinsung und vor allem die Fälligkeitsintervalle Ihres Kredits oder Ihrer Geldanlage klar. Die untenstehende Grafik zeigt einen Kredit mit 5 % Jahreszins und 5 Jahren Gesamtlaufzeit, einmal mit monatlicher Periodendauer und einmal mit jährlicher Dauer:

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Achten Sie auf die Vorzeichen. Tilgungen werden positiv in die Formel eingetragen, folglich erscheint das Gesamtergebnis negativ. Dies ist folgerichtig, denn das Ergebnis ist die Gesamttilgung, die binnen der 5 Jahre von Ihrem Vermögen abfließt.

Beachten Sie auch die unterschiedlichen Endergebnisse und Eingaben bei den Formelargumenten für das monatliche und jährliche Zahlungsintervall. Für das Berechnungsszenario müssen Sie den Jahreszins durch 12 dividieren und die 5 Jahre Laufzeit in 60 Monate umrechnen.

Ein weiteres Beispiel ist die Sparanlage. Hier kehren sich die Vorzeichen um. Einzahlungen in die Sparanlage werden Ihrem Bankkonto entnommen und sind negativ anzugeben. Folgerichtig erscheint das Gesamtergebnis, also Ihr Sparbetrag nach 10 Jahren, positiv:

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Zins und Zinsperiode: Achten Sie darauf, dass die Argumente Zins und Zzr auf denselben zeitlichen Einheiten basieren, also typischer Weise entweder Monate oder Jahre, aber nie vermischt.

Rmz: Rmz ist ein monatlich gleichbleibender Rückzahlungsbetrag, der sich aus Tilgungsbetrag und Tilgungssumme zusammensetzt. Wenn bei fortschreitender Tilgung die Zinspflichten sinken, wird der Tilgungsbetrag zugunsten einer schnelleren Gesamttilgung angehoben. Rmz bleibt auf diese Weise konstant. Wenn Sie mit einem variablen Rmz-Wert rechnen wollen, brauchen Sie eine Formel, in der der zukünftige Endwert Zw als Argument auftaucht, nicht als Ergebnis. Nutzen Sie dann zum Beispiel die Formel RMZ (Monatliche Ratenzahlung).

Bw: Je nach Berechnungsszenario ist der Barwert Bw Ihr Grundkapital oder Ihre Anzahlung. Wenn Sie dieses Argument nicht definieren, rechnet Excel mit Bw=0.

F: Fälligkeit – 0 für das Ende der Periode und 1 für den Anfang der Periode. Im Beispiel können Sie die Fälligkeit auch weglassen. Excel setzt dann den Standardwert F=0.

Die Formel ZW kann nur konstante Werte verarbeiten. Wenn sich die Grundbedingungen Ihres Investitions- oder Kreditszenarios an bestimmten Punkten ändern, zum Beispiel durch eine Sondereinzahlung oder außerplanmäßige Tilgung, dann können Sie mehrere ZW-Berechnungen verketten. Legen Sie dazu zum Beispiel mehrere Spalten an und übergeben Sie die Endergebnisse ZW1 an ZW2 und so weiter.